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Ja
Arbeitssieg D1 gegen TV Saarwellingen 3:1 (22,24,-19,16)
19.01.2015 06:28

Wie sagte es der Trainer des TV Saarwellingen kurz vor dem Spiel? In dieser Saison kann jeder gegen jeden gewinnen. Und damit sollte er Recht behalten. Noch am Wochenende zuvor schlugen die Saarländerinnen die als Favorit gehandelte TG Mainz-Gonsenheim und legten damit für unser Heimspiel ein gewaltiges Pfund in die Waagschale.

So begannen auch beide Teams im ersten Satz verhalten und nervös. Keine Mannschaft wollte zu früh erkennbare Schwächen preisgeben und über 9:9 - 17:17 trat man in die entscheidende Phase des Satzes ein. Das Kopf-an-Kopf-Rennen blieb bestehen, die Angriffe wurden jetzt allerdings gewagter und auch mit den Aufschlägen versuchten beide Teams zu punkten. Mit 21:19 erkämpft sich Mutterstadt einen hauchdünnen Vorsprung, herausgespielt durch die eingewechselte Melanie Woll, die mit ihren starken Services die Gäste unter Druck setzen konnte. Über das normale Sideout behält Mutterstadt die Nerven und sichert sich den ersten Satz mit 25:22.

Beim Satzwechsel war jedem allerdings klar, dass es kein leichtes Spiel werden würde und die Stimmung war gedämpft freudig. Satz 2 war dann die Fortsetzung des ersten Durchganges. Wieder setzte sich kein Team ab, hier und da werden 2-Punkte Vorsprünge sofort egalisiert. Dazu pasieren auf beiden Seiten immer wieder vermeidbare Eigenfehler oder es werden unerwartete Geschenke gemacht. Erst ab Mitte des Satzes sichert sich D1 einen 3-Punkte Vorsprung der einen gesicherten Ausgang vermuten lässt. So führen wir bereits 23:19 als sich Saarwellingen anschickt uns eine Serie von besten Aufschlägen um die Ohren zu hauen und kann den Abstand auf 21:24 verkürzen. Trotz genommener Auszeit beim 22:24 schaffen wir den erlösenden Punkt nicht und verfehlen, bei durchaus guten Angriffen, knapp unsere Ziele. Die Gäste schaffen den Ausgleich und es musste gezittert werden, ob sich das Blatt wenden sollte. Aber Julia Zywitzki kam in dieser Situation zum Aufschlag und konnte mit einem Ass und einem zweiten starken Aufschlag die Gegner zum 26:24 in die Knie zwingen.

Jetzt wollten es die Mädels im 3. Satz richten, aber Saarwellingen und wir selbst machten uns einen Strich durch die Rechnung. Gleich zu Beginn setzten die Gäste eine Duftmarke zur 4:0 und anschließenden 5:1 Führung. Wir kämpfen uns anschließend Punkt um Punkt heran, erhalten dabei aber tatkräftige Unterstützung durch Saarwellingen, die in dieser Phase einige technische Bälle vom Schiedsgericht herausgeholt bekommen. Eine klare Sache ist das nicht und ein Spielerwechsel zwischen Sophia Beutel und Sofie Fuchs soll Entspannung bringen. Leider schafft es das Team nicht in den geordneten Rhytmus zu kommen und in Folge zieht Saarwellingen wieder davon. Beim 8:13 erfolgt der Rückwechsel. Man merkt früh, dass es in diesem Satz nichts mehr wird und das Team wird angehalten befreit aufzuspielen um sich für den nächsten Satz zu rüsten. Mit 20:25 geben wir Satz 3 ab.

3 Sätze hat es gedauert, bis bei Damen 1 die Nervosität abgelegt wird und von Beginn an zeigt Mutterstadt technische und emotionale Stärke. Alle Tempi werden durchgespielt, jede Spielerin ist voll bei der Sache und sehr schnell werden die Gäste in die Schranken gewiesen. 14:6 heißt es zur Mitte des Satzes und D1 lässt nicht locker. Sehr gelungene Blockaktionen zerstören das Aufbauspiel der Saarländerinnen und einige taktische Veränderungen bei den Anlaufwegen von Mittelangreiferin Michelle Müller zerreissen die Blocklinien beim Gegner, sodass freie Fahrt für unserer Angriffe gegeben war. Mit 25:16 bringen wir dominant und ungefährdet Satz und Sieg nach Hause. 3 wertvolle Punkte sichern den Verbleib in der Dreiergruppe, die mit jweils 17 Zählern das Spitzentrio jagt. Die nächsten Gegner werden genau jene aus dem oberen Tabellendrittel sein, damit bleibt es spannend welche Tabellenplatzwechsel diese Runde noch bringen wird. Am kommenden Wochenende ist Auswärtsspiel bei der TS Germersheim angesagt - auch diese überraschten an diesem Spieltag mit einer unerwartet klaren Niederlage gegen den SV Steinwenden.

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