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D2 Bericht zum Spiel in Weilerbach
12.10.2015 07:48

- Eiskaltes Klima -

Am Sontag spielten unsere neuformierten Damen 2 erstmals gegen die Damen-Mannschaft aus Weilerbach.

Früh ging es los, denn die Anfahrt in den 72km entfernten Ort erwies sich durch die zahllosen Baustellen länger als gedacht. Angekommen fielen unsere Damen aus allen Wolken, als ihnen auffiel, dass die Heizung in der Halle wohl nicht in Betrieb war.

Schnell wurde sich bewegt um die Gliedmaßen auf Arbeitstemperatur hochzufahren. Trotz dass viele zu diesem Spiel aufgrund von Krankheit, Verletzungen, oder aus privaten Gründen nicht anreisen konnten, schienen die acht Damen um Kapitänin Isabelle Harder sehr motiviert dieses Spiel auf jeden Fall für sich zu entscheiden. Doch bereits im ersten Satz schon sah Trainerin Susanne Weiler-Kautz, dass dies keine leichte Aufgabe sein sollte.

Der Beginn lief im Mutterstadter Team eher bescheiden an, es wurde nicht besser und im Nachhinein musste man diesen als 'Warmspielsatz' abgewinken. Zu viele Eigenfehler in Annahme und im Spielaufbau erlaubte es den Weilerbacherinnen früh den Satz zu dominieren. Auch wenn Jana Kautz mit Angaben nochmal aufholen konnte, zwangen uns die Westpfälzer VfBler ihr Spiel auf und gewannen den ersten Satz 16:25.

Den zweiten Satz wollten wir uns aber nicht nehmen lassen. Plötzlich wachten unsere Damen auf und setzten die Gegner durch klare Bälle sehr unter Druck. Überrascht von der abrupten Leistungsteigerung ließ sich der Verein für Ballspiele schnell in allen Ballsituationen beherrschen. Kurz vor unserem ersten Satzsieg dieser Saison ereignete sich dann ein Ballwechsel, welcher für viel Diskussionsstoff sorgte. Weilerbach griff über die Position 2 auf der Seite des Schreiberpults an und der Ball wurde vom Linienrichter als 'außerhalb der Antenne geschlagen' angezeigt, doch der Ball flog zudem in unser Feld. Also zeigte der erste Schiedsrichter, den Speyer stellte, ''IN' an und wollte den Punkt an unsere Gegner geben.

Durch Isabell „Isa“ Hader, welche die Situation der Schiedsrichterin nochmal darstellte, konnte dieser Punkt "regelkonform" wiederholt werden. Doch nun hatte sich etwas verändert. Alle spürten, dass die Damen des VfB diesen verlorenen Punkt rächen wollten. Dennoch gewannen unsere Mädels, trotz Verunsicherungstief kurz vor Schluss, den Satz 25:20.

Der Start des dritten Satzes war beeindruckend. Die Mutterstädterinnen waren wach und gierig darauf das Spiel für sich zu entscheiden, während die Gegner durch ihren Zorn angetrieben, alles dagegen setzten. Die Punkte wechselten hin und her und ein Kopf an Kopf Rennen begann. Doch dann füllte sich die Halle mit Zuschauern des Weilerbacher Teams, die sofort begannen jede Entscheidung des Schiedsrichters auszubuhen und massiv zu kritisieren. Die Schiedsrichterin wurde immer unsicherer, während die Weilerbacher "Fans" hinter ihr sie fortgesetzt beleidigten. Auch eine mündliche Verwarnung ohne Sanktion konnte diesem Treiben kein Ende setzen.

Auch unsere eigene Mannschaft wurde derweil immer unsicherer und wütend über das unfaire Verhalten, konzentrierte sich nur noch auf das Geschehen ausserhalb des Spielfeldes und brach dann ein. Trotz taktischer Auszeiten verloren wir den Satz 19:25.

Im leider letzten Satz setzte es sich gleichermaßen fort. Die Zuschauer lenkten durch lautes beleidigendes ufen in unsere Richtung während des Aufschlags unsere Spielerinnen ab und derangierten die jungen Mädels enorm. Auch der Druck auf die junge Schiedsrichterin aus Speyer brach nicht ab, die sich Sätze wie „Du kannst ja gar nichts!“, oder „Mach mal deine Augen auf.“ und "Blinde Sau", anhören musste.

Auch die Gastgeber-Mannschaft auf dem Feld versuchte mit zickigen Kommentaren Einfluss auf unsere Frauen zu nehmen. Erschüttert, aber auch "verdient" gaben sich unsere Damen geschlagen und verloren den letzten Satz 13: 25.

Erleichtert, dass dieser psychische Druck vorbei war, verabschiedeten sich die Mannschaften. Unsere Damen ließen es sich nicht nehmen die nun aufgelöst weinende Schiedsrichterin aus Speyer zu umarmen und aufzubauen.

Wütend über dieses Verhalten fuhren wir wieder aus Weilerbach und freuen uns NICHT auf das Rückspiel.

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