11
Ok
D3 auf bestem Weg - Sieg gegen Frankenthal II
11.10.2015 14:02

Der SCM kann stolz auf seinen Nachwuchs sein. Stetig entwickelt sich das Team und es immer mehr Freude den Mädels beim Spielen zuzusehen. Aber der Reihe nach.

Letzte Runde meisterlich aufgestiegen folgte sogleich die nächste Lernstufe - das Läufersystem. Trotz geschlossener Mandelgrabenhalle und auch geschlossener Rundsporthalle in den Sommerferien hat es das Team bei nur einer Wochentrainingseinheit geschafft die ersten Grundzüge für das Läufersystem einzuüben und erstmals richtig auf dem Spiel zu zeigen.

Was geboten wurde ist schon erstaunlich - doch der Reihe nach:

1 Satz - die Nervosität steht allen ins Gesicht geschrieben - sollen wir wirklich das Läufersystem spielen? Die Frage stellt sich nicht lautete die Antwort. Und los geht's. Von Beginn ein munteres Spielchen. Wir liegen 4:2 in Führung und die letzte Hemmung wird abgelegt. Jede Spielerin nimmt in jeder Spielphase die richtige Feldposition ein, beide Läuferinnen agieren sehr gekonnt aus dem Hinterfeld heraus und vorne - ja vorne wird geschlagen was das Zeug hält. Kommt ein Ball zurück hat ihn die Feldabwehr sicher. 16:4 lautet ein Zwischenstand. In diesem Moment ist Frankenthal handlungsunfähig. Kraftvolle Aufschläge tun ihr übriges. 18:8 - alles klappt, hier und da ein Eigenfehler, was Punktgewinne für Frankenthal bedeutet. Am Ende lautet es 25:12 - sensationell.

Vor Durchgang 2 kommt aber die Ansage, dass wahrscheinlich damit zu rechnen ist, dass es nicht so einfach weitergeht. Wie prognostiziert stellt sich Frankenthal nun besser auf und arbeitet in der Feldabwehr stark, wobei wir auch nicht mehr so fest angreifen und ein wenig auf Nummer sicher gehen. Frankenthal enteilt uns und wir müssen mit einem 5:13 Rückstand umgehen. In der genommenen Auszeit lautet die Parole - wir greifen an und schenken den Ball nicht herüber.

Eine Aufholjagd beginnt. Punkt um Punkt luchsen wir den Gastgebern ab und es gelingt uns der Ausgleich zum 16:16. Dramatik pur. Jetzt gewinnt jedes Team seine wichtigen Punkte und wir befinden uns bei 21:21. F'thal legt 1 vor und wir 2 nach. 23:22. Ein Aufschlagfehler auf unserer Seite bringt das 23:23. Doch dann zwei sehr schöne Aktionen - perfekte Annahme und sicheres Zuspiel - dann ein Kracher von Angriff 24:23. Der letzte Aufschlag ist ein Hammer und wir verbuchen den 2. Satz auf unserer Seite mit 25:23.

Das war eine enge Kiste. Und ein wenig der SChlendrian stellte sich in den Feldpositionen ein. Das muss besser werden sonst bauen wir Frankenthal weiter auf.

Satz 3 läuft komplett ausgeglichen bis zum 14:14. Dennoch machen wir viel zu viele Eigenfehler - und immer wieder sind es die falschen Positionszuordnungen die unser Spiel nicht lebendig werden lassen. Die erforderlichen Wechsel werden wahrscheinlich zu spät genommmen und der Satz entgleitet uns beim 20:22 als wir einen sicheren Punkt nicht verwandeln und Frankenthal auf 23:20 wegzieht. Über das normale Sideout bleibt uns leider das Nachsehen mit 22:25.

Zu Beginn von Satz 4 musste ich als Trainer leider abreisen und zu Damen 1 ins rheinländische Morbach gegen Haag fahren. Laut Co-Trainerin Simone Samus war das Team dann doch recht verunsichert, dass der Coach nicht mehr an Board war und Nervosität griff um sich. 11:17 und 16:22 sprechen eine deutliche Sprache. Der Satz geht relativ deutlich an Frankenthal mit 20:25.

Frischen Mut tanken und von Beginn an das Heft in die Hand nehmen war die Devise von Simone Samus und so wurde das Team in den entscheidenden Tiebreak geschickt. Was soll man sagen? 15:7 lautet der Endstand. Sensationell unsere im Schnitt 14-jährigen "Zwerge" verbuchen ihren ersten Sieg in der Bezirksklasse und blieben dabei dem neuen Spielsystem treu ohne Rückfall. Das ist gut und macht Stolz!! Weiter so... da ist viel Potential drin...

Dabei waren: Julia Buchheit, Hannah Bösling, Joanna Grammenou, Melissa Müller, Eva Ripsam, Sofie Rottmann, Amelie Samus, Gülin Sari, Nele Schramm, Tessa Schulz, Ellie Steiger, Carmela Zarbo. Es fehlten verletzungsbedingt: Christina Diamantopoulou und Vanessa Heil.

Kommentare