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U18 weiblich wird trotz großem Handicap Vizepfalzmeister!!
11.09.2017 09:41

Und da waren es auf einmal nur noch 6 Spielerinnen. 10 Tage vor der Pfalzmeisterschaft der weiblichen U18 stand es dann entgültig fest. Weder Diagonalspielerin Carmela Zarbo noch Mittelblockerin Julia Buchheit stehen auf Grund von langwierigen Verletzungen für die Meisterschaft zur Verfügung und zu allem Unglück muss Außenangreiferin Christina Diamtopoulou dem Bandscheibenleiden Tribut zollen und ihre Volleyballkarriere beenden. 4 Tage vor dem Event dann noch ein Querschläger - Mittelangreifern Eva Ripsam hört auch mit dem Volleyball auf. Ja was ist da denn los und was tun?

Mit Mira Rudolphie und Caro Meyer sagen spontan 2 Spielerinnen aus dem erweiterten Kreis zu. Bravo! Ja und dann am Spieltag selbst bringt uns das Losglück - es waren 5 Teams gemeldet - gleich mit dem ersten Spiel das Aufeinandertreffen mit dem Lokalrivalen TuS Heiligenstein 1.

Fast niemand beim SCM spielte auf der gewohnten Position. Zuspielerin Hannah Bösling wurde zur Mittespielerin umfunktioniert. Diagonal- und Außenangreifern Amelie Samus wurde ebenso auf diese Position versetzt. Libera Sophie Rottmann durfte sich im Duett mit Hannah Braum beim Zuspiel üben lediglich Vanessa Heil und Nele Schramm konnten ihre gewohnten Außenangriffspoitionen übernehmen. Bei Mira und Caro mussten wir schauen auf welchen Positionen das am besten klappen sollte. 

Im ersten Satz ging dann auch gleich alles schief was nur schief gehen konnte. Natürlich war alles kunterbunt gemischt und die Laufwege kreuzten sich mehrfach, es kam kein wirkliches Spiel auf. Mit 15:25 gingen wir sang- und klanglos unter. Als Reaktion wurde kurzerhand das gesamte Spielsystem über den Haufen geworfen und wir besannen uns des alten 4:2 Systems. Gesagt - getan. Und siehe da - die Gegenwehr klappte von Beginn an und mit zunehmender Sicherheit konnten wir Heiligenstein unter Druck setzen. Der Gegner verunsicherte sich nun selbst  und es gelang den Südpfalzern kein ordentliches Spiel aufzubauen. Mit 25:13 behielten wir in diesem Durchgang die Oberhand. Der Tiebreak musste es also richten. Bis zum Seitenwechsel bei 7:8 war alles noch eng. Doch dann produzierten wir 7 falsche Entscheidungen am Stück. Das war nicht gut. Ob es die Aufregung war oder eine andere Ursache bleibt egal, Annahmen vielen fast auf die Brust, nehme ich unten oder oben an oder gar nicht?, springe ich beim Schlag oder bleibe lieber stehen?, alle Facetten waren zu bestaunen und wir konnten nicht mehr eingreifen. Völlig verdient ging der Entscheidungssatz mit 15:8 und damit der Sieg an Heiligenstein 1.   

In den nächsten Spielen trafen wir auf Gegner, die noch nicht solange wie Heiligenstein 1 oder wir im Training stehen, entsprechend ruhiger konnten wir es angehen und einige Dinge probieren und üben, die wir für die Landesmeisterschaften am 02. Dezember in Heiligenstein benötigen. So wurde viel Augenmerk auf effektive Sprungaufschläge gelegt oder das Zuspiel aus schwierigen Situation heraus vom Netz entfernt zu lassen. Ebenso banden wir intensiv unsere beiden neuen Mitspielerinnen auf allen Positionen ein. Das klappte dann alles sehr gut, obwohl man sagen muss das der Modus Jeder gegen Jeden mit 4 aufeineanderfolgenden Spielen echt schlaucht und das letzte Spiel dann mehr "Müdigkeit besiegen" als Volleyball spielen hieß.

Die weiteren Spiele verliefen wie folgt:

SCM - Heiligenstein 2 (25:18, 25:18)
SCM - ASV Landau (25:8, 25:11)
SCM - VBC Ludwigshafen (25:11; 25:11)

 

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